Mit dem Eintritt in die reiferen Jahre ab 50 ändern sich die physiologischen Rahmenbedingungen unseres Körpers. Diese Veränderungen machen eine bewusste Mund- und Zungenpflege wichtiger denn je. Drei Faktoren spielen hierbei eine entscheidende Rolle:
Nachlassende Speichelproduktion (Xerostomie): Viele Menschen über 50 nehmen regelmäßig Medikamente gegen Bluthochdruck, Depressionen oder andere chronische Erkrankungen ein. Eine häufige Nebenwirkung ist die Reduzierung des Speichelflusses. Speichel ist jedoch der natürliche Reinigungsdienst des Mundes; er spült Bakterien weg, neutralisiert Säuren und schützt die Schleimhäute. Fehlt dieser Schutz, können sich Bakterien auf der rauen Zungenoberfläche ungehindert vermehren.
Veränderungen im Immunsystem (Immunoseneszenz): Das Immunsystem wird im Laufe des Lebens umgebaut und reagiert manchmal weniger schlagkräftig auf neue Herausforderungen. Dies erhöht die Anfälligkeit für orale Infektionen, wie zum Beispiel Mundsoor (eine Pilzinfektion), der sich oft als dicker, weißer Zungenbelag manifestiert.
Erhöhtes Risiko für Zahnerkrankungen: Freiliegende Zahnhälse und ein trockener Mund erhöhen die Anfälligkeit für Wurzelkaries, während ein geschwächtes Immunsystem das Risiko für Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) steigern kann.
Die mechanische Reinigung der Zunge wirkt diesen altersbedingten Risiken direkt…
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